Ein Teich mit gemischter Bepflanzung, gesunden Pflanzen und einer ausgezeichneten Wasserqualität kann einen gewissen Schädlingsdruck ohne weiteres aushalten. Bei starkem Befall sollte allerdings der Rat eines Experten eingeholt werden.Vor allem sollte aber beachtet werden, dass beim Einsatz von Insektiziden auch andere Wassertiere geschädigt werden können. Daher sollte man nie dieselben Mittel einsetzen, die für Landpflanzen verwendet werden, sondern man sollte sich speziell für Wassergärten geeignete Präparate besorgen.

Seerosenschädlinge

Seerosen werden vor allem durch Seerosenblattkäfer bedroht. Die nur wenige Millimeter großen, dunklen Larven der Blattkäfer nagen Gänge und Löcher in die Oberseiten der Schwimmblätter, bis diese absterben.

Man erkennt den Befall ab Juni an den Fraßspuren und den gelben Eierhäufchen auf den Blättern. Hier ist es notwendig, die Eier abzusammeln und stark befallene Blätter zu entfernen.

Blattläuse im Wasser

Hier fehlen meistens natürliche Feinde im Teich. An Seerosen saugen spezielle schwarze Blattläuse, die nahestehende Gehölze wie zum Beispiel Pflaumen oder Kirschen, als Zwischenwirte besiedeln.Leider fallen diese Schädlinge nur äußerst selten natürlichen Feinden zum Opfer, denn Marienkäfer fliegen nur sehr selten über Wasserflächen. Da die Blattläuse mit einer Wachsschicht bedeckt sind, nützt auch abspritzen mit einem Schlauch nichts. Man kann allenfalls diese absammeln und entsorgen.Die anderen Pflanzen am Teich haben meistens unter den üblichen Blattläusen zu leiden. Diese können im Anfangsstadium sorgfältig mit Seifenlauge abgestreift werden.

Gelbe Blätter – ein Zeichen für Eisenmangel

Das Wasser im Teich sollte, so gut es geht, an Nährstoffen arm sein. Allerdings muss man manchmal auch düngen. Wasser enthält gewöhnlich nur sehr wenig Eisen, daher kann dieses Spurenelement leicht zum Mangelfaktor werden, was sich in gelben Blättern widerspiegelt. Hier ist ein eisenreicher Spezialdünger hilfreich. Der Dünger darf aber keinesfalls ins Wasser gelangen, sondern muss gezielt in die Körbe gestreut werden. Am besten verwendet man Hornspäne oder einen speziellen Teichdünger, der seine Mineralien nur langsam abgibt. Pilzkrankheiten bei Wasserpflanzen sind eher selten. Zum Glück gehören die allgegenwärtigen Pilzkrankheiten bei Wasserpflanzen eher zu den Ausnahmen. Gut zu erkennen ist die Knollenfäule der Seerosen, die sich in vergilbenden und später auch absterbenden Blättern äußert.

Ebenfalls auftreten können Brandpilze, zum Beispiel bei Schwertlilien. Sie rufen auf den befallenen Blättern Punkte bis Flecken hervor. Hier müssen die befallenen Pflanzenteile abgeschnitten werden. Ebenfalls wichtig, alle Pflanzenteile vernichten, da die Pilzsporen überwintern können.
Hier gilt wie überall bei auftretenden Krankheiten: Vorsorge ist besser als Behandlung!

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